Alarmierender Zustand …!

Du ernährst Dich gesund, trainierst regelmäßig und was passiert?

Plötzlich gibt es keinen Fortschritt oder es kommt noch schlimmer – Als würdest Du praktisch über Nacht zunehmen.

EINZIG RICHTIGE LÖSUNG, WENN DICH ZUSÄTZLICHE KILOS ÜBERRASCHEN

Wir sprechen über Momente, wenn Du gut gelaunt auf die Waage steigst und dann wegen der unerwartet hohen Zahl fast einen Herzinfarkt kriegst.

Klingt das bekannt?

Falls ja, dann ist es verständlich, dass Du schockiert bist und nicht weißt, was Dir widerfahren ist.

Glaube mir, ich weiß wie Du Dich fühlst, denn mir ist das auch passiert.

Enttäuscht, deprimiert und vor allem voll Zweifel …

… habe ich mich gefragt: »Was zum Teufel passiert mit mir?!«

Es geht um eine wirklich unangenehme Situation, die Dein Wohlbefinden, Selbstbewusstsein und Deine Motivation beeinflusst. Deshalb erkläre ich Dir in den nächsten Zeilen, was in Deinem Körper eigentlich vorgeht.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Dir nicht mal im Traum einfallen würde, welches lebenswichtige Element Dir solche Probleme verursacht.

HARTE WAHRHEIT, DIE VIELE NICHT KENNEN

Man hört oft, dass Abnehmen zu den Projekten gehört, bei denen alles kristallklar ist.

Viele glauben, dass den Fortschritt nichts aufhalten kann, wenn man:

  • einen starken Willen hat,
  • weniger Kalorien aufnimmt, als man verbraucht,
  • regelmäßig und intensiv trainiert.

Ist das wirklich wahr?

Wenn Du diejenigen fragst, die auf dem Weg zum Traumkörper auf einen der unangenehmsten Probleme gestoßen sind, hörst Du ein eindeutiges NEIN.

Es geht um Folgendes …

ÜBERRASCHUNG, DIE DEINE MOTIVATION »KILLT«

Viele erleben trotz Kaloriendefizit und viel Training einen schlimmen Schock.

Bei regelmäßigen Messungen stellen sie fest, dass ihr Gewicht nicht unter eine bestimmte Grenze geht, unabhängig davon, was sie auch tun. Manchmal passiert es sogar, dass sie in einem kürzeren Zeitraum das eine oder andere Kilo zunehmen.

Die meisten nehmen das als schlimme Niederlage hin und ich bin überzeugt, dass viele an diesem Punkt die Flinte ins Korn werfen und einfach aufgeben.

Das ist sicherlich die denkbar schlechteste Entscheidung!

In Wahrheit ist die Sache überhaupt nicht so schrecklich, wie die meisten glauben. Vorausgesetzt natürlich, man weiß, was im eigenen Körper passiert.

REAGIERE NICHT PANISCH, SONDERN UNTERNIMM DAS RICHTIGE

Wenn Du in eine solche Situation gerätst, bitte ich Dich um eines: Nur keine Panik.

Der Grund, warum Du keine Fortschritte machst, obwohl Du auf die Ernährung achtest und regelmäßig trainierst, ist höchstwahrscheinlich …

… der erhöhte Wasseranteil in Deinem Körper.

So ist es!

Es gibt verschiedene Gründe dafür, dass Dein Organismus viel mehr Wasser in den Zellen einlagert als normalerweise üblich.

Die Ergebnisse sind:

  • plötzliche Gewichtszunahme,
  • kein Fortschritt trotz Workout,
  • Blähungen,
  • schlechtes Wohlbefinden,
  • manchmal sogar Schwellungen.

Zum Glück kannst Du dieses unangenehme Problem rasch lösen, wenn Du weißt, worauf Du achten musst bzw. welche Gewohnheiten Dir einen Strich durch die Rechnung machen.

Und wie schaffst Du das?

Glaube mir, …

… es ist viel leichter als Du denkst.

Es ist höchste Zeit, die Wahrheit zu enthüllen.

STILLER FEIND UND FIGUR-KILLER

Der häufigste Grund für die unerwartete Enttäuschung ist das erhöhte Stressniveau.

Hierbei geht es um alle Situationen, die unser Organismus als Gefahr interpretiert.

Um Missverständnissen vorzubeugen:

Dazu gehören nicht nur die üblichen Stresssituationen, wie z.B. Streit, Lampenfieber, Angst, voller Terminplan usw.

Stresssituationen sind für den Organismus auch:

  • zu großes Kaloriendefizit bzw. Hunger,
  • übermäßiges Ausdauertraining (Laufen, Radfahren usw.),
  • Schlafmangel,
  • Mikronährstoffmangel (Vitamine, Mineralstoffe usw.).

Alle, die den Prozess falsch angehen bzw. in einer späteren Phase anfangen, und

  • zu wenig essen,
  • nicht auf ausreichende Erholung und Regeneration achten,
  • mit dem Training übertreiben o. Ä.

stoßen früher oder später auf ein Hindernis.

Wenn der Organismus eine Stresssituation erkennt, folgt die entsprechende Reaktion.

In unserer Situation erhöht sich sehr schnell die Konzentration von Cortisol (Stresshormon) und der Körper schlägt Alarm.

Weil fast alle Körperzellen Rezeptoren für dieses Hormon haben, sind die Folgen enorm.

Eine der auffälligsten Folgen ist die Wassereinlagerung.

Deshalb möchte ich Dich vor einem schweren Fehler warnen.

Wenn es mal zu dieser Situation kommt, darfst Du auf keinen Fall zusätzlich die Kalorienaufnahme verringern oder die körperliche Aktivität steigern! Diese Verzweiflungstaten führen zu noch größerer Enttäuschung.

Wenn Du das machst, ist die Konzentration von Cortisol noch höher und Du kannst Dir vorstellen, was folgt.

Ja, so ist es … der Wasseranteil steigt und Du fühlst Dich noch schlechter.

Stattdessen schlage ich Dir vor, dass Du eine schnelle Analyse Deines Speiseplans und Trainingskalenders machst und herausfindest, wo der Fehler steckt.

Wenn Du längere Trainings magst, d.h. Du läufst oder fährst sehr oft Rad, schlage ich Dir vor, den Umfang und die Trainingsdauer in den nächsten 14 Tagen ein bisschen zu verringern und Deinen Fortschritt mitzuverfolgen. Wenn sich die Situation nicht verändert, kannst Du ein wenig mehr Kalorien aufnehmen und beobachten, wie Dein Körper darauf reagiert.

Es kann natürlich auch sein, dass es zu einer schnellen Erhöhung des Körpergewichts infolge einer vorübergehenden Stresssituation (z. B. Examen, Jobinterview oder Streit) gekommen ist. Atme tief durch und beruhige Dich, denn bald wird wieder alles in Ordnung sein.

IM NOTFALL NIMMT SICH DER ORAGNISMUS DAS WASSER SELBST

Der nächste Grund, warum der Körper mehr Wasser einlagert als nötig, ist Dehydrierung.

Wenn man tagsüber nicht genug trinkt, stellt das für den Organismus ein großes Problem dar. Langfristig kann es zu schlimmen Folgen kommen.

Überleben ist die Hauptaufgabe des Körpers, deswegen kämpft er mit allen Mitteln darum.

Wenn wir in einem bestimmten Zeitraum nicht genug Wasser trinken, sammelt der Organismus jeden einzelnen Tropfen, den wir mit anderen Flüssigkeiten und Essen aufnehmen. Das dauert solange, bis das Alarmsignal für Wassermangel unterbrochen wird.

UNERWARTETER EINFLUSS DER KOHLENHYDRATE

Der dritte Grund für das genannte Problem trotz optimaler Kalorienaufnahme, genug Flüssigkeit und eines guten Trainingsplans ist besonders hinterhältig.

Vor allem deshalb, weil es auch diejenigen befällt, die sehr strikt sind und nur gelegentlich »sündigen« bzw. sich eine Belohnung gönnen.

Am Tag darauf, wenn Du naschst oder Dich mit Deinem Lieblingsdessert, Pizza, Burger oder Ähnlichem belohnst, bekommst Du fast einen Herzinfarkt, wenn Du auf die Waage trittst.

Obwohl die Essensmenge mäßig war, bekommst Du bei der erhöhten Zahl das Gefühl, dass die Mahlzeit riesengroß war.

Es ist verständlich, dass die Motivation im Keller ist, aber hey …

ziehe keine voreiligen Schlüsse!

Zur Erhöhung des Körpergewichts kommt es nicht infolge überschüssigen Fettes, sondern wegen eines höheren Wasseranteils im Organismus.

Da die Snacks, die Du Dir gegönnt hast, meistens einfache Kohlenhydrate enthalten, hast Du ideale Voraussetzungen für eine »wasserhaltige« Figur geschaffen.

Zu den Kohlenhydraten gehört auch Glucose und aus ihr synthetisiert der Körper Glykogen. Jede Einheit Glykogen bindet drei Einheiten Wasser. Es ist also nicht verwunderlich, dass kohlenhydratreiches Essen zur Erhöhung des Wasseranteils im Körper beiträgt.

Wenn Du Dich ansonsten gesund ernährst, aber mal »gesündigt« und mehr Kohlenhydrate gegessen hast, rate ich Dir, dass Du am nächsten Tag überhaupt nicht auf die Waage steigst. Das Resultat wird nämlich verzerrt sein.

Deshalb sollten mindestens 48 Stunden vergehen, bis Du das nächste Mal auf die Waage streigst.

»DIE TAGE IM MONAT« BEEINFLUSSEN NICHT NUR WOHLBEFINDEN UND APPETIT

Der vierte Grund für die Wassereinlagerung im Körper ist hormonell bedingt.

Hormone beeinflussen die Nierenfunktion stark und folglich auch den Wasseranteil in Deinem Organismus.

Die überwiegende Mehrheit der Frauen kennt die Situation aus dem Zeitraum vor der Menstruation. Das »Hormon-Karussell« beeinträchtigt Fortschritte, manchmal steigt sogar das Körpergewicht.

Eine ungünstige Situation, ich weiß, aber man muss sie eben akzeptieren.

Bevor ich Dir hilfreiche Tricks verrate, muss ich noch darauf hinweisen, dass die in diesem Beitrag genannten Gründe nur die häufigsten sind. Natürlich gibt es noch andere Auslöser, die Deinen Organismus aus dem Gleichgewicht bringen können.

FANTASTISCHE TIPPS FÜR EINE SCHNELLE PROBLEMLÖSUNG

Falls Du in einem kürzeren Zeitraum, z.B. innerhalb einiger Tage, zunimmst bzw. Dein Körpergewicht stagniert, obwohl Du diszipliniert bist, solltest Du angemessen reagieren.

Beachte folgende Tipps:

  • Mach mal Pause in Stresssituationen, atme tief durch und entspann Dich. Sehr oft hilft schon ein Spaziergang, Lesen, Meditation, die Gesellschaft Deiner Freunde usw.
  • Wenn Du Dich strikt an den Ernährungsplan hältst, kann es passieren, dass Du zu wenige Kalorien aufnimmst. Analysiere also Deinen Speiseplan. Dabei kann Dir das Quiz helfen, das ich für Dich vorbereitet habe.
  • Wenn Du viel läufst, schwimmst oder Fahrrad fährst, solltest Du für zwei Wochen Umfang sowie Dauer dieser Aktivitäten deutlich verringern.
  • Falls Du denkst, dass Du zu wenig Wasser trinkst, setze alles daran, das zu verändern.
  • Während der Menstruation lächle einfach, weil das bald vorbei und alles wieder in Ordnung sein wird.

Aber eine Sache sollte nicht unerwähnt bleiben:

Du musst schon ehrlich sein!

Wenn Du feststellst, dass Du von Woche zu Woche zunimmst, schiebe bitte die Schuld nicht auf die Wassereinlagerung. Höchstwahrscheinlich stimmt etwas mit Deiner Ernährung oder dem Training nicht, deshalb solltest Du schnell Deinen Lebensstill verändern.

Am Ende habe ich noch eine Bitte an Dich.

Ich wäre sehr froh, wenn Du im Kommentarfeld unten Deine Erfahrungen teilen würdest. Ist es schon mal passiert, dass Dein Körpergewicht plötzlich gestiegen ist oder nicht unter eine bestimmte Zahl fallen wollte?

Ich bin fest davon überzeugt, dass mit Deiner Hilfe viele Menschen mit dem gleichen Problem, besser verstehen können, was eigentlich mit ihrem Körper passiert.


QUELLEN:

Effects of ACTH and cortisol administration on blood pressure, electrolyte metabolism, atrial natriuretic peptide and renal function in normal man. –  Connell JM, Whitworth JA, Davies DL, Lever AF, Richards AM, Fraser R.

Insulin’s impact on renal sodium transport and blood pressure in health, obesity, and diabetes. – Tiwari S, Riazi S, Ecelbarger CA.

Insulin resistance, obesity, hypertension, and renal sodium transport. – Horita S, Seki G, Yamada H, Suzuki M, Koike K, Fujita T.

Elevated hair cortisol concentrations in endurance athletes. – Skoluda N, Dettenborn L, Stalder T, Kirschbaum C.

Minnesota Starvation Experiment

ÜBER DEN AUTOR

Avtor

Michael Gersic

Michael Gersic ist Mitbegründer des Webportals Perfekter Körper, eines Portals übers Abnehmen und gesunden Lebensstil, das monatlich von mehr als 200.000 LeserInnen besucht wird.