Obst und Abnehmen …

Ein krasser Widerspruch?

Auf der einen Seite die Überzeugung, dass ohne Obst keine fitte Figur möglich sei …

Während von der anderen Seite Warnungen kommen, dass genau Obst bei immer mehr Menschen zu überschüssigen Fettdepots führt.

Und in der Mitte stehst Du und verstehst nur Bahnhof. Was sind also die Fakten? Wie soll man sich da noch entscheiden können, fragst Du Dich wahrscheinlich orientierungslos.

Darum erfährst Du in den nächsten Zeilen alle Informationen, die gebraucht werden, um ganzheitlich den Hintergrund dieser Meinungsunterschiede zu verstehen und Deinen Fortschritt nicht zu gefährden.

Ebenso zeige ich Dir im Folgenden die besten 4 Obstsorten, die Du definitiv in Deinen Speiseplan integrieren solltest, um so noch zusätzlich Deine Transformation anzukurbeln.

Auf die Plätze, fertig, los(lesen).

Zuallererst müssen wir unbedingt an der Wurzel des Problems ansetzen.

Viele Menschen verstehen nicht, warum der Obstverzehr so umstritten ist.

Vor allem darum nicht, weil alle Obstsorten als exzellente Vitamin-, Mineralien-, Faserstoff- und Nährstoffquelle gelten. Logischerweise müssten also diese Nahrungsmittel Teil Deines Ernährungsplans sein.

Doch die Sache hat einen Hacken!

In dieser Überzeugung versteckt sich eine miese Überraschung.

Obst enthält nämlich einen Stoff, der sich im Stoffwechselprozess sehr anders verhält, als andere Elemente.

DAMIT DER HINTERGRUND KRISTALLKLAR WIRD, UNTEN EINE KURZE PROBLEMBESCHREIBUNG

Wie wir bereits wissen, teilt man Makronährstoffe in 3 Gruppen ein:

  • Fette
  • Eiweiße
  • Kohlenhydrate

Die Wurzel des Problems beim »Obst-Chaos« liegt in der letzten Gruppe – bei den Kohlenhydraten.

Und zwar:

Kohlenhydrate unterteilt man in:

  • Einfachzucker (Monosaccharide)
  • Vielfachzucker (Polysaccharide)

Und in der ersten Gruppe (Einfachzucker) steckt der Stoff, der für so viel Aufregung sorgt.

Neben Glukose, Mannose, Saccharose und Galaktose zählt zu den einfachen Kohlenhydraten auch …

FRUCTOSE bzw. FRUCHTZUCKER.

Und da wird es erst recht spannend.

Hintergrund gefällig?

Wenn Du Lebensmittel zu Dir nimmst, die Kohlenhydrate enthalten, baut sie der Körper während der Stoffwechselphase in die einfachsten Teilchen ab. Bevor diese zur Energiequelle werden (können), stoßen sie auf die körpereigene Kläranlage – die Leber.

Nachdem die Leber ihre Arbeit geleistet hat, verwandeln sich die meisten Kohlenhydrate in GLUKOSE bzw. BLUTZUCKER.

Diese Teilchen kannst Du Dir als Energie-Kästchen vorstellen, die in Deinem Blutkreislauf fließen und den Körper mit Energie versorgen.

Sammelt sich in Deinem Körper aber ein Energieüberschuss, so landen diese Energie-Kästchen in einem der Lager.

UND DA GIBT’S NUR ZWEI OPTIONEN

Und zwar …

Der Energieüberschuss speichert sich mittels eines Prozesses namens Glykogenese in Form von Glykogen in:

  • der Leber (Leberglykogen)
  • den Muskeln (Muskelglykogen).

Die Glykogenese ist ein enorm wichtiger Prozess, da Glukose unbedingt ihre Form ändern muss, damit der Körper Energievorräte produzieren kann.

Es bleibt aber die Frage, was im Körperinneren geschieht, wenn man Obst, das Fructose bzw. Fruchtzucker enthält, zu sich nimmt?

Wie bereits erwähnt, zählen sowohl Glukose als auch Fructose zu den Monosacchariden, was jedoch nicht heißt, dass die Verstoffwechselung von Fruchtzucker (Fructose) identisch wie beim Blutzucker (Glukose) abläuft.

Bei Weitem nicht!

Bei Fructose ist dieser Prozess ein ganz anderer.

Für Glucose gilt, wie oben erklärt, dass diese in Form von Energiekästchen als Leber- oder Muskelglykogen gespeichert werden kann.

Im Unterschied zu Glucose, hat aber Fructose bei der Speicherung mit einer Begrenzung zu kämpfen. Diese kann Dir bei der Körpertransformation einen Strich durch die Rechnung machen.

Dein Körper besitzt nämlich keine Enzyme, die Fructose in Form von Muskelglykogen speichern würden. Das heißt, es bleiben nur noch zwei Optionen übrig.

Und zwar:

  • Fructose kann in Form von Leberglykogen gespeichert werden.
  • Verwandelt sich in der Leber zu Fettsäuren, die anschließend in den Blutkreislauf übergehen.

Für Fettsäuren gilt aber, dass sie der Organismus schwer(er) als Energiequelle verwendet. Das heißt, dass eine größere Wahrscheinlichkeit besteht, dass diese in Form von Fettdepots gespeichert werden.

Doch aufgepasst!

Das heißt natürlich nicht, dass Du Obst von Deinem Ernährungsplan streichen solltest.

Auf keinen Fall!

Obst enthält nämlich viele Vitamine, Mineralien und Fasserstoffe, die für ein super Wohlbefinden und eine fitte Figur von großer Bedeutung sind.

Zugleich darf man aber auch nicht vergessen, dass an der Ansammlung von überschüssigem Fett üblicherweise ein Kalorienüberschuss schuld ist (und nicht Obst). Darum ziehe keine voreiligen Schlüsse.

Das, worauf wir unseren Fokus legen müssen, ist eine wohlüberlegte Auswahl an Obst. D.h., dass die Tageskalorienaufnahme unter Kontrolle bleibt, gleichzeitig aber der Speiseplan obstreicher wird und die Speisen vielfältiger und köstlicher.

Natürlich kannst Du in Deinen Speiseplan alle Obstsorten integrieren. Doch schlage ich trotzdem vor, dass Du bei der Formung Deiner Silhouette bzw. beim Abnehmen, zu einer der folgenden Optionen greifst.

Das sind meine persönlichen TOP-4.

Dabei handelt es sich um solche Obstsorten, die meinen Speiseplan farbenreicher und vielfältiger machen und die Körpertransformation angenehm und expressschnell.

MEHR FARBE INS LEBEN BRINGEN – AUCH BEI SPEISEN

Zu der Nummer 1. auf meiner Obstliste gehören zweifellos Beeren.

Dabei handelt es sich um eine Gruppe verschiedener Nahrungsmittel (Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren), doch gleichen sich diese so sehr, dass man sie als Eines oder eine Gruppe betrachten kann.

Abgesehen davon, dass 100 Gramm Beeren einen sehr niedrigen Kalorienwert aufweisen, ca. 60 kcal, gelten Beeren auch als eine exzellente Vitamin K und Magnesium-Quelle (Mineral).

Mehr zum Thema Magnesium und seinem Einfluss auf ein super Wohlbefinden und eine Express-Verwandlung, kannst Du im Blogbeitrag unter folgendem Link nachlesen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Du dank all dieser Neuinformationen Beeren sicherlich mehrmals in Deinen Speiseplan integrieren wirst.

Ebenso darf nicht unerwähnt bleiben, dass Beeren bei der Regulierung des Blutdrucks helfen und wohltuend auf innere Entzündungen wirken.

Als Tüpfelchen auf dem »i« können Beeren Dein Frühstück bereichern, dem Vormittagssmoothie Farbe verleihen oder den Heißhunger unterwegs stillen.

EINE ZITRUSFRUCHT ZUR BEREICHERUNG DES SNACKS ZWISCHENDURCH

Neben Beeren landet auf meinem Speiseplan oft eine Orange.

Die Zitrusfrucht weißt auch einen niedrigen Kalorienwert auf (ca. 47 kcal/100g) und punktet darüber hinaus mit einem hohen Vitamin C- und Faserstoff-Gehalt.

Aufgrund ihrer Eigenschaften wirkt sie wohltuend auf das Immunsystem und sorgt für ein gutes Sättigungsgefühl.

Diese köstliche Zitrusfrucht gönn‘ ich mir meistens in Kombination mit Nüssen und sorge so dafür, dass ich immer einen Mini-Snack zur Hand habe.

KONKURRENZLOS SAFTIG

Zur ähnlichen Gruppe, wie die Orange, kann man aber auch Nektarinen zählen.

Diese Obstsorte zeichnet ebenso ein niedriger glykämischer Index (GI) aus, wie auch ein niedriger Kalorienwert und ein relativ hoher Anteil von Vitamin C und A. Fakt ist, Nektarinen können Deinen Speiseplan bereichern.

Wegen ihres vollmundigen Geschmacks sind Nektarinen ein perfekter Smoothie-Begleiter und/oder können auch als Frühstück verzehrt werden – Original griechischer Joghurt mit Flocken und Nektarinenstücken zum Beispiel.

LOKAL UND SO NATURBELASSEN WIE NUR MÖGLICH

Den 4. Platz belegt eine Obstsorte, deren Saft- und Faserstoffgehalt dafür sorgen, dass Dein Appetit unter Kontrolle bleibt und Dir das Sättigungsgefühl gibt, um tagsüber problemlos auf der Schiene zu bleiben.

Die Rede ist von Äpfeln. Dank Äpfeln besiegst Du die Lust auf Süßes und sagst deutlich NEIN zu ungesunden Sünden.

Darüber hinaus gehören Äpfel zu einheimischen Obstsorten – d.h. Du kannst Ihre Qualität und Herkunft viel leichter prüfen.

Für das Ende des heutigen Beitrags möchte ich Dir aber noch 2 einfache Regeln ans Herz legen, die mit Obstverzehr und einer optimalen Kalorienaufnahme in Zusammenhang stehen.

DAS GEBOT, DAS FÜR KLARHEIT SORGT

Die erste Regel bezieht sich auf die Menge.

Wir alle wissen, wie gut Obst schmecken kann. Dementsprechend kann es auch öfters vorkommen, dass die optimale Menge schnell überschritten wird.

Um Deiner Transformation nicht zu schaden, empfehle ich Dir eine einfache Regel zu befolgen: nehme am Tag nur so viel Obst ein, wie in eine kleine Schale passt.

Diese einfache Regel wird dafür sorgen, dass Du auf der sicheren Seite bleibst und (zu viel) Obst nicht zu einem Kalorienüberschuss führt.

ABER ACHTUNG BEI OBST IM FLÜSSIGKEITSZUSTAND

Ich rate Dir Fruchtsäfte zu vermeiden, da Du auf Kosten dieser Gewohnheit schnell übermäßige Mengen von Fructose aufnimmst und das Sättigungsgefühl ausbleibt.

So …

Bevor Du in den Supermarkt losrennst, verrate mir doch mal Deine Lieblingsobstsorte und zu welcher Zeit/Mahlzeit Du diesen Snack gewöhnlich zu Dir nimmst?

Gerne geb‘ ich Dir zu Deiner Wahl ein Feedback.

Ich möchte es noch mal deutlich hervorheben: Du kannst natürlich unterschiedliche Obstsorten zu Dir nehmen, überhaupt kein Problem. Das Ausschlaggebende ist jedoch, dass Du nicht mit der Obstmenge übertreibst und so auf der sicheren Seite bleibst.

ÜBER DEN AUTOR

Avtor

Michael Gersic

Michael Gersic ist Mitbegründer des Webportals Perfekter Körper, eines Portals übers Abnehmen und gesunden Lebensstil, das monatlich von mehr als 200.000 LeserInnen besucht wird.